6. Mai 2026

„Stopp!“ heißt stopp

Im Zusammenleben mit Menschen können immer wieder einmal Missverständnisse oder Konflikte entstehen, die gelöst werden müssen. Oftmals geraten Kinder und Jugendliche zudem in Situationen, in denen sie Grenzen überschreiten, ohne sich dessen bewusst zu sein.

Wissen, Übung und Erfahrung tragen zu einem adäquaten und selbstständigen Umgang mit solch heiklen Situationen bei. Um unseren Schülerinnen und Schülern eine wirksame Strategie an die Hand zu geben, wie sie sich in Konfliktsituationen verhalten und diese bewältigen können, haben wir an unserer Schule die „Stopp-Hand“ als starkes Signal eingeführt, eingebettet in ein Verhaltenstraining. In Verbindung mit eingeübten Sätzen wie „Stopp, lass mich in Ruhe!“ oder „Stopp, hör auf damit!“ wird die Eskalationsspirale in ein bis drei Schritten unterbrochen.

Ausgehend von der Erfahrungswelt der Kinder und Jugendlichen beschäftigten sich die Grund- und Mittelschulklassen in mehreren handlungsorientierten Unterrichtseinheiten mit dem Thema Konfliktbewältigung. Gruppenarbeiten und Rollenspiele ermöglichten eine intensive Auseinandersetzung. Hinzu kam das Einüben einer selbstsicheren und ruhigen Körperhaltung. Veranschaulicht wurde das Ganze auch durch kurze Videoclips, die die „Schauspielerinnen“ der Theater-AG gemeinsam mit ihrer Leiterin Frau Zadoja gedreht hatten. So lernten die Jungen und Mädchen mögliche Reaktionen auf unliebsame Verhaltensweisen anderer.

Selbstverständlich stehen Lehrerschaft und Schulsozialarbeit weiterhin an der Seite unserer Schülerinnen und Schüler, wenn dies nötig und gewünscht ist und in Härtefällen die Stopp-Hand mit ihren eingeübten Vorgehensweisen nicht fruchtet. Zunächst eröffnen aber die Stopp-Hand sowie alle weiteren eingeführten Maßnahmen und Regeln einen wichtigen Schritt hin zu einer selbstbewussten und eigenständigen Reaktion auf inakzeptables Benehmen.

Autorin: Anje Büttner